Logo

Liberale Senioren Rheinland-Pfalz

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen vom 29.04.2020:

Corona-Epedemie: Freiheitsrechte der älteren Generation nicht aushebeln

Die Vorsitzende der Liberalen Senioren Rheinland-Pfalz, Kathleen Fahrentholz, sieht derzeit eine gefährliche Entwicklung im Hinblick auf die Selbstbestimmungsrechte älterer Mitbürger.
Es sei ein schwieriger Spagat: „Auf der einen Seite“, so Fahrentholz, „ist es richtig und notwendig, Risikogruppen zu schützen, anderseits darf dies nicht zur Entmündigung und zur Aushebelung von Freiheitsrechten wie der Menschenwürde führen.“

Aus ihrer Berufspraxis kenne sie Fälle, wo Bewohner von Pflegeeinrichtungen oder Altersheimen seit Wochen keinen Fuß mehr vor die Türe hätten setzen können. Das gehe an die Gesundheit der Bewohner, führe bspw. zu Muskelabbau und zu einer hohen psychischen Belastung bis hin zum Orientierungsverlust im öffentlichen Raum. Wer sich gegen die Anweisungen der Einrichtung verhalte und diese verlasse, müsse bei Rückkehr in die Einrichtung mit einer mehrtägigen Isolation rechnen. „Wer traut sich da noch raus, wenn er so sanktioniert wird?“
Fahrentholz hält es für richtig, dass künftig in Hessen wenigstens das Besuchsverbot gelockert wird und eine Besuchsstunde pro Woche in Alten- und Pflegeheimen möglich sein. „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, wenn auch nur ein sehr kleiner, dessen Unverhältnismäßigkeit es zu überprüfen gilt,“ mahnt die rheinland-pfälzische Vorsitzende der Liberalen Senioren Rheinland-Pfalz.

Es seien unbedingt flexible Lösungen gefordert, Im Grundsatz müsse gelten: „So viel Staat wie nötig, so viel Freiheit und Eigenverantwortung wie möglich.“

Die Liberalen Senioren schlagen deshalb vor:

• Wenn wir die Zahl der Tests kontinuierlich erhöhen und nach Gefährdungsorten gezielt einsetzen,
• wenn wir uns freiwillig auf eine Bewegungs-APP einlassen, durch die Infektionsketten schnell ermittelt werden können,
• wenn wir die mittlerweile eingeübten Verhaltensregeln (Hygiene, Abstand) weiter beachten und akzeptieren,

dann finden wir zu einem achtsamen respektvollen Miteinander zurück!

Verbindliche Regeln bei der Rückkehr zur Normalität des öffentlichen wie privaten Miteinanders müssten grundsätzlich für alle gelten, auch für die älteren Mitbürger. Das gehöre zu den Selbstverständlichkeiten einer freien Gesellschaft von mündigen Bürgerinnen und Bürgern, so Fahrentholz abschließend.

V.i.S.d.P: Ulrike Andres, Flugplatzstraße 2, 55126 Mainz, Tel. 0171-1819183, ulrike.andres@liberale-senioren-rlp.de
http://liberale-senioren-rlp.de/
Druckversion Druckversion 

Liberale Seniorenpolitik

Landessenioren RLP


BAGSO


MASGFF Rheinland-Pfalz


Positionen